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Calw
Land: Baden-Württemberg
Strecke: Pforzheim - Hochdorf - Eutingen
Geschichte:

Calw liegt an der am 20.06.1872 eröffneten Württembergischen Schwarzwaldbahn Stuttgart-Nagold. Die Strecke nach Pforzheim wurde in Calw am 01.06.1874 eröffnet.
Das Empfangsgebäude mit seinen beiden Flügelhäusern ist ein Musterbauwerk von Eisenbahnarchitektur der Frühzeit. Der Bahnhof besaß als Knotenpunkt 5 Gleise.
Die DB stellte am 30.05.1983 den PV nach Weil der Stadt ein. Im März 1983 ereignete sich ein Böschungsrutsch vor dem Forsttunnel bei Althengstett und somit wurde der GV ebenfalls eingestellt und die Strecke still gelegt.
Am 28.05.1989 wurden beide mechanischen Stellwerke ausser Betrieb gesetzt.
Im Stadtzentrum von Calw wurde 1989 ein neuer Haltepunkt gebaut, der sich ab sofort Calw nennt und der bisherige Bahnhof Calw wurde zur Ausweichanschlussstelle Calw Süd. Der Güterschuppen wurde verkauft und das unter Denkmalschutz stehende Empfangsgebäude verkauft.
Vom Verein zur Erhaltung der Württembergischen Schwarzwaldbahn wird ein Touristikbetrieb der Bahn angestrebt. Das Stellwerk I wurde als Denkmal renoviert.
Nach Vermessung, der Spurweite 2000 kann ab 2002 ein Triebwagen der GES die Strecke Calw-Althengstett befahren.                                                                                                                                                                                                                                                                                                   


Camburg (Saale)
Land: Thüringen
Strecke: Großheringen - Saalfeld, Camburg - Kretzschau
Geschichte:

Am 01.05.1874 begann der Zugverkehr mit 3 Zugpaaren am Tag auf der Strecke Großheringen-Saalfeld durch die Saal-Eisenbahn-Gesellschaft. Am Ostende des Bahnhofs Camburg befand sich der Anschluss zur Zuckerfabrik. Neben Goterschuppen und Ladestrasse wurde ein Lokschuppen mit Wasserturm errichtet.                     Am Empfangsgebäude befanden sich 2 Zwischenbahnsteige mit Unterführung.
Die Nebenbahn nach Kretzschau wurde am 01.05.1897 eröffnet.
1890 erhielt der Bahnhof drei mechanische Stellwerke und der Anschluss zur Zuckerfabrik wurde bis zur Mühle erweitert.
Zum 05.05.1940 wurde die Bahnstrecke elektrifiziert und der schienengleiche Übergang durch eine Brücke ersetzt.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der elektrische Betrieb am 08.08.1945 wieder aufgenommen, jedoch ab 29.03.1946 eingestellt und die elektrischen Leitungen mit dem      2. Streckengleis als Reparationsgut an die UdSSR abgeliefert.
Am 26.05.1967 wurde der elektrische Betrieb von Großheringen erneut aufgenommen und Camburg wurde zum Umspannbhf. aller Züge Richtung Süden.
Ab 1978 wurde das zweite Gleis Richtung Dornburg und ab 1981 bis Großheringen verlegt.
1991 wurde der Bahnhof mit Lichtsignalen ausgerüstet und die zugelassende Geschwindigkeit auf 120 km/h angehoben. Ab 28.05.1995 entfiehl das Umspannen in Camburg gänzlich.
Von Oktober 1999 bis 24.05.2000 mussten die Bahnsteige für die 140 km/h schnellen ICE-Züge umgebaut werden und dem Bahnhof verblieben nur noch 3 durchgehende Gleise (nur noch 6 Weichen von ehemals 80 Weichen). Das Stellwerk Cs wurde stillgelegt und das 1990 renovierte Empfangsgebäude wird nicht mehr genutzt.


Celle
Land: Niedersachsen
Strecke: Hamburg - Uelzen - Hannover, Celle - Lehrte
Geschichte:

Am 09.10.1845 wurde die Strecke von Lehrte nach Celle von der Königlich Hannoverschen Staatseisenbahn eröffnet und ein Jahr später weiter nach Uelzen.
Das Empfangsgebäude bestand aus einem Mittelbau mit Seitenflügeln.
1872 wurde der Wasserturm errichtet und von 1884-89 die Bahnhofsanlagen erweitert worden.
1892 wurde ein neuer Ortsgüterbahnhof gebaut.
Am 01.10.1903 wurde die Strecke nach Schwarmstedt in die Südheide gebaut.
Ab 1910 wurde der Bahnhof durch die Königlich Preußische Staatseisenbahn umgebaut und die eingleisige Strecke nach Hannover 1915 vollendet, jedoch erst endgültig am 01.10.1936 eröffnet. Dazwischen wurde die Strecke als Versuchstrecke genutzt.
Ab 24.05.1913 konnte man bis Gifhorn fahren.
Der Bahnhof bekam eine Bahnsteiguntertunnelung und wurde weiter ausgebaut, dessen Umbau erst 1944 endgültig abgeschlossen war.
Am 22.02.1945 zerstörte ein Luftangriff den Güterbahnhof und unterbrach den Nord-Süd-Verkehr, ab 08.04.1945 wurden die restlichen Bahnanlagen zerstört und die Wehrmacht zerstörte am 12.04.1945 die Allerbrücke.
Ab 25.05.1945 konnten die ersten Züge wieder fahren und über die Aller führte eine Behelfsbrücke.
Am 04.03.1951 wurde die neue Güterabfertigung ihrer Bestimmung übergeben. Der PV und GV ging bis 1955 drastisch zurück.
Erst zum Oktober 1955 wurde das Empfangsgebäude nach den Kriegsschäden neu gestaltet.
Ab 24.08.1964 ging das Zentralstellwerk Cf in Betrieb, es blieb nur noch das alte Stellwerk Cso am Ablaufberg erhalten.
Die Strecke nach Hannover wurde bis 1965 zweigleisig ausgebaut und ab 06.04.1965 der Bahnhof elektrifiziert. Einher ging eine Gleisbereinigung.
Am 01.02.1966 wurden die Bahnsteigsperren aufgehoben.
Die Osthannoversche Eisenbahn (OHE) übernahm ab 01.01.1990 die Güterabfertigung. Die Fahrkartenausgabe 1992 in ein Reisezentrum gewandelt. 2003 wurde der Bahnhofsvorplatz durch einen Kreisel umgestaltet.


Cham (Oberpf)
Land: Bayern
Strecke: Schwandorf - Cham - Furth im Wald,
Cham - Walsmünchen, Cham - Lam

Geschichte:

Am 07.08.1861 erhielt Cham Bahnanschluss aus Schwandorf. Bis 20.09.1861 wurde die Strecke nach Furth im Wald weiter gebaut. Es war die damalige wichtigste Ost-West-Verbindung nach Prag.
Der Bahnhof von Cham wurde ein km westlich der Altstadt gebaut. Er bestand aus dem Empfangsgebäude, davon westlich die Laderampe und Ladehalle. Ein Bahnwärterposten sicherte den Bahnübergang.
1870 entwickelte sich Cham zu einen wichtigen Holzumschlagplatz und die Gleisanlagen wurden bis 1881 erweitert:
Drei Hauptgleise mit je 450 Metern Länge
Ein Ladegleis mit Waage und Wagendrehscheibe
Ein Rampengleis mit Wagendrehscheibe
Eine Spitzkehre zu den tiefer als der Bahnhof gelegenen Industriebetrieben am Regenufer.
1875 übernahm die Königlich Bayrische Staatseisenbahn den Betrieb.
Am 16.07.1892 wurde die Localbahn nach Kötzing eröffnet und 1893 bis Lahm verlängert.
Ab 01.08.1895 führte eine weitere Localbahn nach Waldmünchen und Cham entwickelte sich zu einem kleinen Knotenbahnhof.
Der Bahnhof musste erweitert werden und deshalb wurden Empfangsgebäude und Güterschuppen abgerissen. 1897/98 wurden an dessen Stelle die Hauptgleise erweitert und Ladegleise angelegt. Für die Post wurde ein eigenes Gebäude errichtet. Das neue Empfangsgebäude steht heute unter Denkmalschutz.
Östlich des Bahnhofsgebäudes wurde auf dem Gelände eines bisherigen Sägewerkes ein einständiger Lokschuppen und eine 11,2m-Drehscheibe erbaut. Der Bahnhof erhielt eine mechanische Stellwerksanlage. Bahneigene Wohnungen wurden zwischen 1912 und 1916 gebaut.
1926-30 wurde abermals die Güterabfertigung erweitert und 1928 der Lokomotivschuppen umgebaut.
1935 wurde eine neue 15,7m-Drehscheibe eingebaut und daneben ein Triebwagenschuppen errichtet für die Verbrennungstriebwagen in Richtung Lam.
1936 erhielt Cham den Namenszusatz "Oberpf".
1939 wurde die Strecke in Richtung Furth im Wald für den GV ausgebaut:
Die Kreuzungsgleise verlängert und die Stellwerke 1 und 2 neu gebaut worden.
Am 18.04.1945 wurde der westliche Bahnhofsteil durch Luftangriffe völlig zerstört.
1950 war die Güterabfertigung erst wieder in Betrieb.
Der PV in die Tschechoslowakei wurde erst 1957 wieder aufgenommen und von 1964 bis 1970 erneut eingestellt.
1967/68 wurde am km 50,8 ein Hilfsstellwerk errichtet in Anlehnung an den Abbau des separaten Nebengleises nach Kötzing.
Am 01.06.1976 wurde das Spurplanstellwerk mit Integrierung des Abzweiges Schwedenschanze in Betrieb genommen und die bisherigen beiden Stellwerke mit Schrankenposten ausser Betrieb genommen.
Die Bahnsteige wurden angehoben, eine Bahnsteigunterführung gebaut und die Bahnmeistereiwerkstätten und ein Stromversorgungsgebäude errichtet.
1977 wurde durch die Stadt ein Industrieanschlussgleis gelegt, jedoch in den 80er Jahren diese Anschlüsse durch den fortschreitenden LKW-Verkehr gekündigt.
Alle Nebenstrecken von Cham aus verloren ihren GV und am 01.01.1995 wurde die stationierte Kleinlok BR 332 abgezogen. Fast alle Nebengleise wurden still gelegt.
Von 1993 bis 2000 wurde die Regionalschnellbahn Nürnberg - Furth im Wald eingeführt.
Ab Juni 2001 übernahm die Regentalbahn als "Oberpfalzbahn" den Reiseverkehr im 1-Stunden-Takt und die Triebwagen wurden an der Tankstelle in Cham betankt und auch teilweise hier hinterstellt.
Seid 2002 verkehren zwei RE-Zugpaare ALEX Nürnberg-Prag.
Im Bahnhofsgebäude wurde 2007 das Reisezentrum umgebaut. Am Bahnhofsvorplatz befindet sich ein Busbahnhof und daneben ein Parkplatz. Von der ehemaligen Lokbehandlung ist nur noch die Drehscheibe vorhanden.


Chemnitz Hbf
Land: Sachsen
Strecke: Glauchau - Chemnitz - Dresden, Chemnitz - Aue, Chemnitz - Leipzig, Chemnitz - Riesa
Geschichte:

Am 01.09.1852 erhielt Chemnitz Gleisanschluss aus Richtung Riesa durch die Sächsiche Staatseisenbahn. Der 800 m lange Bahnhof wurde mit 5 Gleisen und Güterschuppen eröffnet. Das Empfangsgebäude wurde erst 1854 vollendet.
Ab 15.11.1858 fuhren auch Züge nach Zwickau und eine Stichbahn nach Lugau wurde im selben Jahr eröffnet. Darauf wurde der Bahnhof auf eine Länge von 1200 m mit einem Güterumschlagplatz vergrössert.
Am 01.02.1866 ging die Strecke nach Annaberg in Betrieb, dazu entstanden drei neue Ladestrassen. Der Bahnhof wurde Knoten des sächsischen Bahnverkehrs.
Ab 01.03.1869 war die Verbindung Dresden-Zwickau und ab 08.04.1872 nach Leipzig komplett.
1868 bis 1872 wurde der Bahnhof grundlegend umgebaut. Die Werkstatt entstand ausserhalb des Bahnhofs, das zukünftige RAW. Die Gleise wurden angehoben, der Kopfbahnhof 8-gleisig erweitert und ein Betriebswerk gebaut. Der alte Güterbhf. wurde Rangierbhf.
Das neue Empfangsgebäude wurde dann 1869-72 errichtet.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Bahnhof Siegmar als Güterbhf. ausgebaut.
1896-1902 wurde in Hilbersdorf ein Verschiebebahnhof mit Vorbhf. in Küchwald errichtet.
Anschliessend konnten die Personenverkehrsanlagen erweitert werden. Die Westseite wurde mit 9 Bahnsteigen gebaut, welches 1912 beendet wurde.
1910 war die 174 m lange dreischiffige Bahnsteighalle fertig gestellt.
Am 05.03.1945 brannte der Bahnhof nach Luftangriffen aus.
1954 wurde die Bahnsteighalle repariert und ab 1965 die Elektrifizierung einiger Strecken abgeschlossen.
1966 wurde das Bahnhofsgebäude grundlegend instand gesetzt.
1972 wurde die altersschwache Bahnsteighalle abgerissen und eine neue stählernde 148 m lange und 138 m breite Dachkonstruktion errichtet.
Bis August 1988 wurde das Bahnhofsgebäude renoviert.
Bis 1990 wurden die moraden Bahnsteige erneuert und angehoben.
Ab MItte der 90er Jahre wurde es ruhiger um den Bahnhof:
1996 wurde der Rangierbhf. Hilbersdorf,
1997 der Stückgutverkehr auf dem Hbf.
1998 der Containerbhf. Kappel und
2001 das Bahnausbesserungswerk geschlossen.

Die Stellwerke von Chemnitz Hbf

Auf der Ostseite des Bahnhofs wurde das riesige Befehlsstellwerk und zwei Wärtestellwerke 1912 errichtet.

A2 Wärterstellwerk - elektronmechanisch Siemens & Halske 1912
W1 Wärterstellwerk - elektronmechanisch Siemens & Halske 1912
W2 Wärterstellwerk - mechanisch Jüdel 6000
B3 Befehlsstelle - sächsischer Block VES E 12
W3 Wärterstellwerk - mechanisch Jüdel 6000
W4 Wärterstellwerk - mechanisch Jüdel 6000
B5 Befehlsstelle - sächsischer Block VES E 12
W5 Wärterstellwerk - elektronmechanisch Siemens & Halske 1912
V2 Wärterstellwerk - mechanisch Bauform Einheit

 

Chemnitz-Hilbersdorf
Land: Sachsen
Strecke: Glauchau - Chemnitz Hbf - Dresden, Chemnitz-Hilbersdorf - Riesa
Geschichte:

Am 15.08.1893 wurde bei km 76,4 der Strecke Dresden-Werdau der Haltepunkt Hilbersdorf mit 2 Bahnsteigen eröffnet und am 01.05.1904 nach Eingemeindung in Chemnitz-Hilbersdorf benannt.
Am 24.11.1896 begann der Bau des Verschiebebhf. mit dem Erdaushub und Abtransport mittels Feldbahnen. Der 245000 qm grosse Bahnhof mit 46 km Gleise und 239 Weichen war am 01.05.1902 fertig gestellt. Er erhielt viele Dienstgebäude und ein Elektrizitätswerk. Auf östlicher Seite wurde das Heizhaus (Bahnbetriebswerk) und an westlicher Seite der Werkstättenbahnhof angelegt. Er war 260 m breit und ca. 3 km lang und wurde von Güterzügen aus fünf Richtungen engefahren.
Ab 26.06.1902 ging er zusammen mit der Abzweigung Küchwald in Betrieb mit den Verbindungsstrecken
zweigleisig von der Strecke Riesa-Chemnitz und
eingleisig von der Strecke Kieritzsch-Chemnitz.
Am 02.01.1906 wurde eine Ladestelle in der Mitte des Rangierbahnhofs in Höhe des Ablaufberges eröffnet.
Er war der damalige teuerste deutsche Verschiebebahnhof und wurde bis 1928 weiter verbessert:
Die Versteilung der Ablauframpe zur Wagenbeschleunigung,
Gleisverlegung für Lokomotivfahrten zwischen Verschiebbahnhof und Bahnbetriebswerk und
Bau einer Seilwagenanlage für den Ablaufberg.
1928 wurden das Stellwerk II an der Ostseite und das Reiterstellwerk III in Betreib genommen.
Nach dem 2. Weltkrieg konnte der Verschiebebhf. am 24.11.1947 wieder in Betrieb gehen. 1946 wurde das zweite Gleis der Personenzugstrecke Chemnitz Hbf - Chemnitz-Hilbersdorf und 14 Gleise im Verschiebebhf. als Reparationsgut abgebaut, jedoch konnte das Verbindungsgleis ein Jahr später wieder ersetzt werden.
Nach 1960 löste der Bahnhof täglich ca. 110 Güterzüge auf.
Am 26.05.1965 erreichte die elektrische Fahrleitung von Zwickau kommend Chemnitz-Hilbersdorf und ab 23.09.1966 weiter bis Dresden.
1968 wurden die ersten Gleisbremsen in den Richtungsgleisen eingebaut. Bis 1980 waren 4 Befehls-, 11 Wärter-, 7 Ablaufstellwerke und 2 Bedienstände für die Gleisbremsen vorhanden, 3 Rangierlokomotiven waren immer eingesetzt.
Weiterhin befanden sich im Bahnhof eine Bahnmeisterei, Hochbaumeisterei, Fahrleitungsmeisterei und die Singalmeisterei.
Am 31.05.1991 wurde die Seilzuganlage wegen geringeren Güteraufkommen still gelegt.
Der Chemnitzer Rangierbahnhof wurde am 30.12.1997 still gelegt.
Im Bahnbetreibswerk siedelte sich das Sächsische Eisenbahnmuseum an.
Ab 09.04.2000 wurde der Fahrbetrieb auf den Strecken nach Niederwiesa, Küchwald und Furth eingestellt.
2005 existierte noch der Haltepunkt Chemnitz-Hilbersdorf und das Stellwerk 3 als Blockstelle.


Coburg (Oberpf)
Land: Bayern
Strecke: Fürth - Bamberg - Coburg - Sonneberg,
Coburg - Bad Rodach

Geschichte:

1840 entstand der Plan der Werratalbahn über Coburg. Die Werra-Eisenbahn-Gesellschaft erhielt am 20.12.1855 die Baugenehmigung zum Bau der Strecken Eisenach-Coburg und Coburg-Sonneberg. Der erste Probezug erreichte Coburg am 14.10.1858 und am 01.11.1858 wurde die Strecke eröffnet. Die Eröffnung nach Lichtenfels erfolgte am 06.01.1859.
Coburg wurde als Abzweigbhf. gebaut und am 15.06.1891 wurde die Strecke nach Rodach eröffnet.
Am 01.10.1895 wurde die Werra-Bahn an die Preußische Staatsbahn verkauft.
Am 04.12.1900 ging die Strecke von Coburg nach Rossach in Betrieb. Als nächste Nebenbahn wurde die Strecke Richtung Neustadt verlängert.
Um die Jahrhundertwende wurde 1,5 km südlich von Coburg ein Güterbhf. gebaut und am 01.08.1903 eröffnet. Beide Bahnhöfe wurden als Coburg Pbf und Coburg Gbf bezeichnet, sie lagen 300 m auseinander.
Coburg Pbf hatte folgende Stellwerke: Cn, Befehlsstellwerk Cs
Coburg Gbf besaß: Cgn, Befehlsstellwerk Cg
1911 begann der Umbau des Pbhf., welcher 1914 zu Kriegsausbruch zurück gestellt wurde. Bis 1923 wurde er dann vollendet mit 4 Bahnsteigen.
In den 30er Jahren wurde die Verbindung zwischen Coburg Pbf und Coburg Gbf. zweigleisig ausgebaut.
Das Bahnbetriebswerk Coburg erhiehlt in dieser Zeit Güterlokomotiven der BR 58 für den schweren Güterzugdienst in Richtung Süddeutschland.
1945 wurde die Strecke Coburg - Sonneberg getrennt und ab 30.08.1949 die Strecke bis Görsdorf still gelegt.
Ab 05.10.1950 wurde dann der elektrische Betrieb in Coburg mit der Strecke Lichtenfels - Neustadt aufgenommen. Coburg war dann Lokwechselpunkt für angrenzende Nebenstrecken. In Coburg wurden täglich 3 GüterzÃüge aufgelöst und neu gebildet.
1978 wurde das Stellwerk Cs für den Bau der Stadtautobahn abgerissen und an neuer Stelle errichtet, gleichzeitig wurde die Bahnsteigunterführung zur Westseite des Bhf. verlängert.
Ab 01.06.1984 wurde der Reiseverkehr nach Rossach eingestellt
Am 02.11.1988 wurde das 2. Gleis zwischen Pbf und Gbf wegen eines Brückenneubaues abgebaut.
Ab 01.09.1995 wurde der Gesamtverkehr Creidlitz-Rossa eingestellt.
Coburg hatte bis in die 90er Jahre einen regen Stückgutverkehr, der jedoch 1996 auf die Strasse verlegt wurde.
2002 brachte MORA C den gesamten GV zum Erliegen, als alle Tarifpunkte geschlossen wurden.
Bis 2004 bestand der Bhf. nur noch aus den Gleisen 1 bis 6, alle Nebengleise verschwanden.
Der Bahnhof wurde als Dienststelle aufgelöst.

Cölbe
Land: Hessen
Strecke: Gießen - Marburg - Cölbe - Kassel, Marburg - Sarnau
Geschichte:

Der erste Haltepunkt in Cölbe an der Strecke Gießen - Marburg erfolgte 1868. Ab 1883 wurde Cölbe Abzweigbhf. für die Strecke nach Laasphe und erhielt eine Güterabfertigung und 1882 das Empfangsgebäude.
Ab 1905 wurde der Bahnhof ausgebaut mit einem Kreuzungsgleis und zwei durch einen Tunnel verbundene Bahnsteige. In der Ortsgüteranlage entstand eine Kopf-und Seitenrampe für den Holzverladungsverkehr.
1908 wurde ein Empfangsgebäude errichtet und an den jeweiligen Bahnhofsenden die Stellwerke Cw, Cn und Cs gebaut. Ein Holzlagerplatz mit Stumpfgleisen wurde angelegt.
1960 hatte ein Lebensmittelgroßhändler nördlich des Bhf. einen Gleisanschluss bekommen.
Bis 1967 wurde der Stückgutverkehr eingestellt, der Güterschuppen entfernt und an dessen Stelle ein zweiter Zugang zum Bahnsteigtunnel geschaffen werden.
1981 schloß die Fahrkartenausgabe und Lichtsignale, sowie elektrische Weichenantribe installiert. Zwei der drei Stellwerke wurden abgebrochen, das dritte Cn diente noch als Schrankenposten bis Ende der 80er Jahre.
1991 wurde der GV in Cölbe eingestellt und bis 1998 alle Nebengleise abgebaut.
In das Empfangsgebäude zog die Gemeindeverwaltung.
Im Jahre 2007 halten an Werktagen fast 90 Reisezüge am Bhf.


Cottbus
Land: Brandenburg
Strecke: Berlin - Cottbus - Forst,
Cottbus - Frankfurt/Oder, Leipzig - Falkenberg - Cottbus,
Cottbus - Ruhland - Dresden, Cottbus - Görlitz

Geschichte:

Der Eisenbahnverkehr wurde in Cottbus mit der Strecke nach Königs Wusterhausen und Berlin am 13.09.1866 durch die Berlin-Görlitzer Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet.
Anschließend ging die Strecke nach Görlitz am 31.12.1867 in Betrieb, ab 20.04.1879 nach Großenhain, ab 01.09.1871 nach Guben, ab 01.12.1871 nach Halle, seid 01.03.1872 bis Forst und eine Güterbahn nach Cottbus Altstadt ab 05.10.1879.
1874 wurde die Wagen- und Lokomotivinstandsetzung in Cottbus aufgenommen, welche bis heute existiert.
Am 07.12.1899 kam noch die meterspurige Spreewaldbahn dazu, welche ihren Anschluss im Großenhainer Bahnhofsteil hatte. Dieser Bahnhofsteil wurde 1890 still gelegt und für den Güterverkehr genutzt.
1870/71 wurde das Empfangsgebäude in Insellage zwischen den Bahnsteigen errichtet und 1886 wurden alle Bahnsteige mit einem Tunnel verbunden.
Um die Jahrhundertwende wurde der Bahnhof erweitert und neue Stellwerke errichtet wurden: W10, B12, B23
1938 entstand an der Südseite des Bahnhofs ein Sozialgebäude für die rund 1200 Eisenbahner.
Am 12.02.1945 sank der Bahnhof in Trümmern, bedingt durch einen im Bahnhof abgestellten Munitionszug.
1950 wurde wieder eröffnet.
Bis 1960 waren alle Stellwerksanlagen nach den Kriegsschäden wieder hergerichtet und am 07.12.1959 ein neues Gleisbildstellwerk in Betrieb genommen.
Ab 1968 wurde der Bahnhof neu projektiert. Der Knoten Cottbus musste streckenmäßig entlastet werden. Das Empfangsgebäude an der Südseite des Bhf. wurde als Stahlkonstruktion errichtet und am 05.10.1978 eröffnet. Der Bahnsteigtunnel wurde nur bis zur Mittelinsel, wo das alte Empfangsgebäude stand, geführt.
Anschließend wurde das Bahnpostamt gebaut und der Bahnhofsostkopf umgestaltet. Auf der Bahnofsbrücke wurde 1977 der Strassenverkehr eingestellt und ab 1984 eine neue 140 Meter lange Dreifeldbrücke mit zwei Richtungsfahrbahnen am 25.11.1986 für den Verkehr frei gegeben.
Am 18.05.1983 wurde eine Anschlussbahn zum Flughafen Cottbus auf der Trasse der am 04.01.1970 stillgelegten meterspurigen Spreewaldbahn eröffnet.
Der elektrische Zugverkehr wurde in Cottbus am 30.09.1989 Richtung Berlin aufgenommen, danach folgten die Strecken nach Falkenberg und ab 26.05.1990 bis Senftenberg.
Ab 1991 machte sich der Rückgang des GV bemerkbar durch fehlende Kohle- und Militärzüge. Der Anschluss zum Cottbuser Flughafen wurde 1993 still gelegt.
1995 wurde zur Bundesgartenschau in Cottbus das Empfangsgebäude umgebaut.
Vom Bahnbetriebswerk wurde eine Hälfte abgerissen und dort das AW Cottbus West zur Instandhaltung der Nahverkehrszüge geschaffen.
Der Südliche Ablaufberg, der Güterboden und der Containerumschlagplatz wurden still gelegt.

Crailsheim
Land: Baden-Württemberg
Strecke: Fürth - Crailsheim - Stuttgart, Lauda - Crailsheim, Crailsheim - Heilbronn
Geschichte:

Crailsheim ist ein Bahnkreuz in Nord-Süd und Ost-West Ausdehnung:
Strecke aus Aalen am 15.11.1866
aus Heilbronn am 10.12.1867 (Kocherbahn)
aus Lauda am 23.10.1869
aus Nürnberg am 01.06.1875 eröffnet.
Der Bahnhof entstand in Insellage und im Süden das Betriebswerk. Das Empfangsgebäude wurde von Februar bis November 1866 gebaut. Ein 28 Meter hoher Uhrenturm krönte das Bauwerk. Am Ostrand enstanden die Güteranlagen.
1874 wurden die Gleisanlagen wurden auf der Ostseite gewaltig erweitert und 1876 fuhr der erste Schnellzug Paris - Prag durch Crailsheim.
1886 baute man im Bahnhofssüdteil das Centralstellwerk, später Stw I bezeichnet.
1888 wurde die Strecke Heilbronn - Crailsheim - Nürnberg zweigleisig ausgebaut.
1892 wurde im Nordteil des Bhf. das Stellwerk II errichtet.
Zur Jahrhundertwende wurden viele Anschlussgleise im Westteil des Bahnhofs und ins Stadtgebiet verlegt.
1932/33 wurde im südlichen Bahnhofsteil ein Ablaufberg gegenüber den Lokomotivreperaturwerkstätten angelegt und er war bis 1982 in Betrieb.
In den beiden Weltkriegen war Crailsheim ein Knotenpunkt für Militärzüge aller Art.
Am 23.02. und 04.04.1945 gingen durch Luftangriffe alle Bahnanlagen und Industriegebäude unter.
Im Sommer 1945 dampften die ersten Züge und ein Notgebäude wurde im Herbst 1945 gebaut.
Ab 1948 setze ein starker Güterverkehr ein und alle Züge wechselten hier ihre Lokomotiven. 1950 bekam eine amerikanische Panzergarnison einen eigenen Gleisanschluss.
Zwei Rangierlokomotiven waren ständig im Einsatz.
1972 wurde eine neue Güterhalle auf der Westseite in Betrieb genommen werden.
Bis zum 30.05.1976 wurde der Dampflokbetrieb in Crailsheim beendet.
Schon ab 02.05.1985 war die Strecke Aaalen - Crailsheim - Ansbach elektrifiziert worden.
Im April 1985 ging ein Drucktastenstellwerk in Betrieb und Stellwerk 1 und 2 wurden abgerissen. Das Stellwerk 3 für das Bahnbetriebswerk blieb noch bis zum 18.12.1987 in Betrieb.
Auch von Stuttgart her erreichten elektrische Lokomotiven ab 02.06.1996 Crailsheim.
Bis 1976 wurden in Crailsheim durch das Dampflokbetriebswerk 90% aller Züge umgespannt.

Cuxhaven
Land: Niedersachsen
Strecke: Cuxhaven - Bremerhaven, Cuxhaven - Hamburg
Geschichte:

Am 11.11.1881 wurde die Strecke von Hamburg über Stade nach Cuxhaven durch die Unterelbische Eisenbahn eröffnet.
Der Bahnhof bestand aus 3 Bahnhofsteilen:
- den Bahnhof neben der Stadtmitte
- den Hafenbahnhof und
- den Fischversandbahnhof.
Im Eröffnungsjahr enstand das erste Bahnhofsgebäude, eingeschossig und wurde 1910/11 aufgestockt.
Anfangs verkehrten täglich drei Zugpaare.
Zwischen 1901 und 1904 wurde zwischen Stade und Cuxhaven der zweigleisige Betrieb aufgenommen.
Zur Eröffnung der Strecke nach Bremerhaven am 30.05.1896 wurden die Gleisanlagen erweitert und 1897 ein neues Bahnhofsgebäude gebaut. Im bisherigen Empfangsgebäude zog die Bahnmeisterei.
Der Bahnhof wurde durch die Vergrößerung des Reisendenstromes erweitert: Erweiterung der Weichenstellerbuden 1908 und Aufstockung des Empfangsgebäudes bis 1911, sowie Erweiterung der Güterabfertigung.
Für den PV waren 4 Gleise mit zwei Bahnsteigen und drei Umfahrgleisen vorhanden.
1914 wurde ein zweiständiger Lokomotivschuppen mit Drehscheibe neben den Gleis nach Bremerhaven gebaut. Außerdem gab es zwei kleine Ablaufberge.
1930 wurde das Stellwerk Cn abgerissen und Stellwerk Cs durch einen Turmneubau ersetzt und Cf neu gebaut. Die Bahnhofsfassade wurde bis 1934 erneuert.
1970 wurden die Bahnsteige ausgebessert und das Stellwerk Cn mit 3 Nebengleisen abgerissen.
2004 wurde die Bahnhofshalle renoviert. Nachts verkehrt kein Zug mehr.

Der Hafenbahnhof
1888 entstand an der Ostseite des Alten Hafens ein 154 m langes Gleis mit Bahnsteighalle, die am 15.02.1897 fertig gebaut wurde. Sie diente der HAPAG-Schnelldampferverbindung nach New York. Im Bereich des Stellwerks Cn zweigt ein Anschlussgleis hier her.
Ab 1902 setzte hier der Seebäderverkehr ein und die Bahnhofshalle diente danach der Fähr- und Schifffahrtsgesellschaft Cuxhaven.
Bis 1912 wurde die Anlage auf 42 ha vergrößert und nannte sich Amerika-Bahnhof. Der Bahnhof wurde mit Sonderzügen angefahren. Ab hier begann auch die Ausflugslinie nach Helgoland.
1966 nach Ende der Amerika-Schifffahrt legten hier Kreuzfahrtschiffe an, die mit Sonderzügen bedient wurden.
Bis April 1971 wurde die gesamte Anlage abgebrochen.

Der Fischversandbahnhof
1907 wurde hier eine Hafenanlage für den Fischversand gebaut und am 01.02.1908 mit der Güterabfertigung eröffnet. Täglich wurden ca. 25 Kühlwagen verladen.
1913 wurde ein Neubau als Kopfbahnhof angelegt. Der bisherige Bahnhof wurde als Heringssalzerei umgebaut.
1922/23 wurde er nochmals erweitert und seid 1933 ein neuer Fischversandbhf. mit 5 doppelgleisigen 150 m langen Verladerampen gebaut, welcher ab 04.02.1935 in Betrieb ging.
Den Bahnhof Cuxhaven verliessen täglich 4 Kühlwagenzüge, nach 1980 waren es nur noch zwei Züge Richtung Frankfurt/Main Hgbf oder Köln-Gereon.
Am 12.01.1976 wurde die Güterabfertigung des Bahnhofs Cuxhaven und des Fischversandbhf. vereinigt worden.
1980 wurde die Anlage erneuert und die Gleise überdacht.
Der Fischfang ging danach immer mehr zurück und DB-Cargo legte den Fischversandbhf. still.


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